Wanderausstellung "Lothar Kreyssig (1898 - 1986) - Richter Bauer Kirchenmann"
Lothar Kreyssigs Leben (1898-1986) durchlief wesentliche Epochen deutscher Geschichte: Kaiserzeit, Weimarer Republik, Nazi-Deutschland und nach 1945 DDR und BRD.
Er war ein kraftvoller, an Initiativen reicher Mann von ansteckender Fröhlichkeit. Die Suche nach Recht und Gerechtigkeit führte ihn zum christlichen Glauben. Immer wieder geriet er in Widerspruch zu Mehrheitsmeinungen. Als Richter widersprach er der Ermordung kranker und behinderter Menschen durch das so genannte »Euthanasie«-Programm und verklagte Naziführer wegen Mordes.
Als Bauer betrieb er frühzeitig einen Ökohof und versuchte Ehrfurcht vor dem Leben, Bewahrung der Schöpfung und landwirtschaftliche Produktion in Einklang zu bringen.
Als Kirchenmann war er leidenschaftlich, unkonventionell und unbequem. Seit 1946 leitend in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen tätig, initiierte er im Raum von Kirche und Ge-sellschaft Bildungs- und Versöhnungsarbeit. Die bekannteste seiner nachhaltigen Gründungen ist die Aktion Sühnezeichen. Neben der Meditation der Bibel war ihm die weltweite Ökumene Inspiration und Verpflichtung. Für ihn verfehlen Kirchen - wie Menschen -, die nur auf sich bedacht sind, ihre Bestimmung.
In vielen seiner Entwürfe war er seiner Zeit voraus. Gewissen in Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung fügten sich bei ihm eng zusammen. Anlässlich seines 25. Todestages ist diese Ausstellung entstanden.
Anfragen zum Verleih der Ausstellung bei: hanna.manser@ekmd.de;
Tel.: 0391 5346 387
Aktuelles
- Stellenausschreibung
- MDR-Bericht über Lothar Kreyssig
- Harz-Herbst-Lesereise mit Friedrich Schorlemmer
- "Wie hälts du's mit dem Abendmahl"
- Gottesdienstheft zur Schöpfungszeit
Veranstaltungen
- 4. Meile der Demokratie, 14.01.2012
- Sommersprachkurs Englisch, 15. - 28. Juli 2012
- Studienreise zu Orthodoxen Klöstern in Polen, 03. – 08. Oktober 2011
- Im Dialog zwischen Ost- und Westeuropa, 22.9. – 25.9.2011
- "... um der Hoffnung willen", 08. / 09. Juli 2011
Jahresprogramm 2012 als PDF

