Spätaussiedlerarbeit der EKM


Viele Deutsche sind nach 1991 mit ihren Angehörigen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland zurückgekehrt. Anfangs kamen Hunderttausende im Jahr, jetzt sind es nach dem Sprachstandsgesetz von 2005 nur noch 3000 Zuwanderer pro Jahr - der Zuzug ist bundesweit rückläufig. Dennoch liegen bundesweit rund 70.000 Anträge vor.

Große Eingliederungshilfen wurden vom Staat, durch das Engagement in den Kirchengemeinden und durch die Beratungsstellen der Diakonie geleistet.

In der EKM haben zunächst rund 250.000 Spätaussiedler eine neue Heimat gefunden. Wirkliche Heimat haben hängt aber mit Vertrauen, angenommen sein, verstehen, miteinander leben und glauben zusammen. Um dies zu erreichen, können unsere Kirchengemeinden einen großen Beitrag leisten und dabei selbst von der lebendigen Gemeinschaft mit Spätaussiedlern gewinnen. Nicht nur Integration sondern Inklusion bleibt Ziel. Darum bietet die Spätaussiedlerarbeit weiterhin Unterstützung an:
  • Die Aussiedlerbeauftragte der EKM besucht Konvente und Kirchenkreise, auch auf Anfrage. - Die Aussiedlerbeauftragte führt Weiterbildungen für Multiplikatoren durch. Dazu zählen u.a. die jährliche Fachtagung der Ansprechpartner und Multiplikatoren, oder spezielle Aussiedlertage.
  • Die Aussiedlerbeauftragte organisiert Integrations- und Aufbauwochen für die verschiedenen Altersgruppen oder Familien der Spätaussiedler mit aktuell notwendigen Themen. Darüber hinaus beteiligt sich die Aussiedlerarbeit an Workshops, Foren, Ausstellungen oder Kirchentagen. So entstanden verschiedene Gemeinschaftsprojekte der Mitarbeiter der Konferenz der Aussiedlerseelsorger der EKD, wie das Rußlandsdeutsche Haus, das in verschiedenen Landeskirchen zum Einsatz kam oder der Medienkoffer "Aussiedlertruhe", der in allen Landeskirchen ausgeliehen werden kann.
  • Die Aussiedlerbeauftragte hält um der Mischehen willen den ökumenischen Kontakt zu orthodoxen Christen und sucht das theologische Gespräch. Mit der römisch-katholischen Kirche gibt es eine Zusammenarbeit mit Beratungsstellen der Caritas, bei ökumenischen Gottesdiensten auf Aussiedlertagen oder bei gemeinsamen Ausfahrten. Vertiefende Angebote gibt es bei jeweiligen Akademien. Aufbauwochen sind meist ökumenisch durchmischt und dadurch eine gegenseitges Geschenk.
  • Die Aussiedlerbeauftragte fördert die Vernetzung und Zusammenarbeit mit entsprechenden Vereinen, den Diasporawerken und den Partnerkirchen, sowie den Bereichen der Sonderseelsorge.
  Aus Kollektenmittel werden u.a. Projekte von und mit Spätaussiedlern in den Kirchenkreisen und Gemeinden unterstützt.



 

Ansprechpartnerin

Beauftragte für Migration
Cordula Haase

Fon 0391 – 53 46 398
cordula.haase@ekmd.de

 

Post:
Lothar-Kreyssig – Ökumenezentrum
der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
Am Dom 2, 39104 Magdeburg

 

 

Fürbitten


 

 



 



 



 

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