Kunst trifft Natur

Anlässlich des Internationalen Tag des Baumes läd die AG Ökologie am Dom zu der Aktion „Kunst trifft Natur – Musikalische Kunstgebung zu Ehren der Hölzernen Zeitzeugen“ ein.

Unsere Stadt ist die zweitgrünste Deutschlands und soll es auch bleiben! Aber die Stadt betreibt eine katastrophale Baumpolitik: Allein 2014 wurden in Magdeburg 2.562 Bäume gefällt (die Dunkelziffer liegt noch höher), aber nur 1.054 Bäume nachgepflanzt.

Unrettbar verloren sind die Linden auf dem Werder und die Bäume auf der Wiener Straße. Nur auf dem Domplatz konnten 83 der 94 Linden durch Proteste vor dem Fällen gerettet werden.

Jetzt geht es um zwei Großbäume in der Danzstraße, die schon einmal gerettet wurden und jetzt fallen sollen: Eine 120jährige Ulme (eine vom Aussterben bedrohte Baumart) und eine 80jährige Platane, die beide nur so alt werden konnten, weil ihr Standort nicht bebaut war. Schon 1987 sollten die jetzt abgerissenen Plattenbauten bis zum Breiten Weg/Ecke Danzstraße vorgebaut werden. Schon die Androhung von öffentlichen Aktionen des Arbeitskreises Ökologie der Domgemeinde reichte aus, um die Baupläne zu ändern. Die Stasiakten halten bis heute dieses Oppositionsgeschehen von mutigen Bürgern der DDR fest.

Nun sollen die Bäume wiederum den Bebauungsplänen der Stadt weichen, die sich diesbezüglich nicht anders verhält als zu DDR-Zeiten. Auch sie nimmt die alten urbanen Baufluchten nicht auf. Es gibt aber auch Bebauungsvarianten, die die beiden Großbäume attraktiv in die Gestaltung des Areals einbeziehen könnten. Damit würde mit dem Bürgerdenkmal vor den Domtürmen, dem Mauerstück und den „Hölzernen Zeitzeugen“ neben dem künftigen Dom-Museum ein Stück jüngste Stadtgeschichte lebendig bleiben.

Das Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: www.hoelzerne-zeitzeugen.de