Christlich-jüdischer Dialog

Christentum und Judentum sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Christlicher Glaube ist ohne seine jüdischen Wurzeln nicht zu verstehen. Zugleich erinnert die Geschichte daran, dass Christen und Kirchen Leid über jüdische Menschen gebracht haben.

Der christlich-jüdische Dialog gehört deshalb nach unserer Kirchenverfassung zum Auftrag der EKM. Deshalb setzt sich unsere Kirche für die Versöhnung mit dem jüdischen Volk ein, fördert die Begegnung mit jüdischem Leben und tritt jeder Form von Judenfeindschaft entgegen.
 

Mit ihrem Beschluss „Martin Luther und die Juden. Erbe und Auftrag“ hat die Landessynode 2016 diesen Auftrag konkretisiert. Die EKM verpflichtet sich,

  • Antisemitismus zu widersprechen,
  • das religiöse Selbstverständnis des Judentums zu achten,
  • für Religionsfreiheit einzustehen,
  • jüdisches Leben zu schützen und zu fördern,
  • sich kritisch mit antijüdischen Traditionen und Auslegungen auseinanderzusetzen.

 

Beirat für christlich-jüdischen Dialog der EKM

Der Beirat für christlich-jüdischen Dialog begleitet und gestaltet die Arbeit in diesem Themenfeld. Er fördert Begegnungen mit jüdischem Leben, entwickelt Bildungsangebote, unterstützt Gemeinden und stärkt die Vernetzung innerhalb der Landeskirche sowie mit jüdischen Partnerinnen und Partnern.

 

Unser Angebot

Wir unterstützen Kirchengemeinden, Kirchenkreise, kirchliche Einrichtungen und Interessierte durch:

  • Beratung zu Fragen des christlich-jüdischen Dialogs
  • Studientage, Vorträge und Bildungsangebote
  • Impulse für Gottesdienst, Kirchenmusik und Gemeindearbeit
  • Vermittlung von Kontakten zu jüdischen Gemeinden und Partnern
  • Information und Materialien zu aktuellen Themen und Gedenktagen
  • Begleitung von Projekten und Veranstaltungen

 

Werner-Sylten-Preis

Mit dem Werner-Sylten-Preis zeichnet die EKM Projekte und Initiativen aus, die den christlich-jüdischen Dialog fördern und sich gegen Antisemitismus engagieren.

Ausgezeichnet werden beispielsweise Projekte,

  • die Begegnungen mit jüdischem Leben ermöglichen,
  • die Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens sichtbar machen,
  • die sich mit kirchlichem Antijudaismus auseinandersetzen,
  • die für Respekt, Verständigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt eintreten.

 

Weiterführende Informationen