Materialien für die Friedensbildung

Die Homepage www.friedensbildung-ekm.de stellt Informationen zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung im gesellschaftlichen und privaten Bereich zur Verfügung. Für die Arbeit in Schulen, in Gemeinden und mit Jugendlichen finden Sie Ansprechpartner in der Region, viele Materialien (Literatur, Filme, Ausstellungen, Unterrichtsmodule), Hinweise auf Gedenkstätten und einige konzeptionelle friedensethische Überlegungen.

 

Netzwerk Friedensbildung

 

Friedensfachkraft als Bildungsreferentin in Gemeinde und Schule - Projektstelle zivil statt militärisch

Das Angebot vermittelt praktische Erfahrungen der zivilen Konfliktbearbeitung im Ausland und arbeitet an der Schnittstelle der Friedensarbeit zu den Themenfeldern wie globale Gerechtigkeit und Menschenrechte.

Die zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung umfasst vielfältige Ansätze und Methoden, um den Frieden in der Welt zu fördern. Sie setzen bei der Minderung der Gewalt in eskalierten Konflikten im Ausland an, beugen ihrem Ausbruch vor oder konsolidieren den Frieden nach dem Ende bewaffneter Auseinandersetzungen.

Wie sieht die Theorie in der Praxis aus? Die Möglichkeiten und Chancen ebenso wie Grenzen und Risiken sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Deshalb werden konkrete Erfahrungen vorgestellt, indem eine Friedensfachkraft von ihren Einsätzen in Konfliktländern berichtet.

Agnes Sander war von 2010 - 2013 als Friedensfachkraft in Kamerun tätig. Sie arbeitete dort mit Jugendlichen zu Fragen der Konfliktprävention, Jugendgewalt und konstruktiver Konfliktbearbeitung.

Kontakt:
sander@friedensdienst.de

Fon: 0345-279807-30 | Mobil: 0157-71880589

Agnes Sander
c/o Friedenskreis Halle e. V. | Große Klausstr. 11 | 06108 Halle


 

Was dient dem Frieden? Was dient der Sicherheit?

Bildungsangebot für Schulen und Jugendgruppen in Kooperation von Jugendoffizieren und Friedensarbeit der EKM.

Im Rahmen eines Tagesworkshops stellen sich Vertreterinnen und Vertreter von Bundeswehr und Kirche der Diskussion zu aktuellen Herausforderungen der Friedens‐ und Sicherheitspolitik, militärischer Krisenintervention und ziviler Konfliktlösung, den Fragen von Waffengewalt und Gewaltverzicht.

Unser Angebot beruht auf der Gewissheit, dass Standpunkte, Meinungen und Argumentationen unterschiedlich sein können. Im Kontakt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der interessierten Öffentlichkeit vertreten wir kontroverse Positionen zu verschiedenen Sichtweisen, Erklärungs‐ und Deutungsmustern, auf deren Grundlage sie eigene Haltungen entwickeln können.

Mögliche Themen für Ihren Tagesworkshop:

  • "In internationalen Krisen helfen - aber wie? Zivil und militärisch, zivil vor militärisch, zivil statt militärisch..."
  • "Nichts ist gut in Afghanistan!" versus "Was haben wir in Afghanistan erreicht?"
  • "Der Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat zwischen einer ethischen Schutzverantwortung (Responsibility to Protect) und dem in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Gewaltverbot"
  • "Gewissenhafter Dienst an der Waffe" versus "Vereinbarkeit des Dienstes an der Waffe mit dem Gewissen"
  • "Ausübung von Gewalt im Auftrag des Staates, der Gesellschaft oder als Individuum? - Wer setzt die Grenzen des Erlaubten/Gebotenen/Legalen?"
  • "Kameradschaft versus Freundschaft - wo liegt da der Unterschied?"
Darüber hinaus sprechen wir gerne mit Ihnen individuelle Themenwünsche ab. Bitte bedenken Sie, dass das Mindestalter für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer 14 Jahre betragen muss und die Themen der Altersgruppe entsprechen sollten.

Möglicher Ablauf für Ihren Tagesworkshop 3x 90 min:
  1. Thematischer Einstieg: Im Rahmen von Impulsreferaten stellen die Referentinnen und Referenten beider Organisationen ausgesuchte Standpunkte vor. Während des anschließenden Lehrgesprächs besteht die Möglichkeit, Rückfragen aus der Gruppe zu klären und Anregungen für die weiteren Arbeitsphasen zu gewinnen.
  2. Inhaltliche Vertiefung: In Kleingruppen und abhängig von der methodischen Zielrichtung des Seminars können bspw. Gestalterische (Collagen/Plakate, Wandzeitungen etc.) und/oder rhetorikorientierte (Vorbereitung einer Podiumsdiskussion, Plenardebatte, eines Experten‐Panels etc.) Arbeitsziele vereinbart werden. Für die Recherche und Vorbereitung stehen wir als Ansprechpartner zur Verfügung.
  3. Praktische Anwendung: Anschließend folgt die Vorstellung der Gruppenergebnisse, die Durchführung der Debatte bzw. Podiumsdiskussion mit Experten oder die Simulation eines Abstimmungsprozesses. Dadurch erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, ihre erarbeiteten Positionen zu präsentieren und eigene Argumentationsmuster in einem geschützten Raum zu erproben. Der Workshop endet mit einer abschließenden Feedbackrunde.

 

Friedfertig - Konflikte in Familie, Gemeinde und Beruf bearbeiten lernen

Ziele und Inhalte

Konflikte als Chance begreifen: Konflikten begegnen wir jeden Tag. Grundüberzeugung in dieser Fortbildung ist, dass in Konflikten auch Chancen für positive Veränderungen liegen, wenn wir Konflikte anerkennen und uns trauen, an ihnen zu arbeiten.

Konflikte erkennen und verstehen: Konflikte zu erkennen und analysieren zu können sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Bearbeitung. Dazu vermitteln wir Kompetenzen und Methoden.

Handlungsfähigkeit ausbauen: Oberstes Ziel ist, die Teilnehmenden in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken und den lösungsorientierten Blick nach vorn zu schärfen.

Mit gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen: Diskriminierung, ökonomischer Druck, zunehmende Gewalt, Angst vor Anderem, … Wir sind vielen Herausforderungen ausgesetzt, die in die Konflikte um uns herum hineinwirken. Im Kurs beschäftigen wir uns damit, wie wir in konstruktiver Weise mit ihnen umgehen können.

Persönliche Weiterentwicklung, Qualifizierung, Zertifizierung: Der Grundkurs entspricht den Standards des Qualifizierungsverbundes der AGDF (Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden).


Die Fortbildung richtet sich an:

  • alle, die in ihrem persönlichen oder beruflichen Umfeld mit Konflikten konfrontiert sind und Wege suchen, diese gewaltfrei zu bearbeiten.
  • Besonders ist der Kurs für Menschen mit Bezug zur EKM konzipiert - wie z.B. Pfarrer_innen, Gemeindepädagog_innen, Lehrkräfte, Erzieher_innen, Ehrenamtliche, Mitarbeitende in diakonischen Einrichtungen oder Studierende.

Arbeitsweise

Wir arbeiten mit den persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden und setzen an den Situationen aus ihrem privaten und beruflichen Alltag an. Methodisch bezieht die Fortbildung Körper, Geist und Seele ein. Wir arbeiten sowohl mit Rollenspielen und erfahrungsbasierten Übungen als auch mit theoretischen Inputs, Erfahrungsaustausch, Selbstreflexion und gegenseitiger Beratung in Kleingruppen.

Konkrete Informationen u. a. zu Kursleitung, Modulen und Preisen finden Sie hier.


Anmeldung:

Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum
Lorena Brunner | Fachbereich "Frieden"
Am Dom 2
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 / 5346 - 396
Fax: 0391 / 5346 - 390
lorena.brunner@ekmd.de

 




                                                                                                                                                                                       Konflikte bearbeiten! - Eine berufsbegleitende Fortbildung

September 2016 bis Juni 2017

Konflikte sind oftmals mit dem Erleben von Überforderungen, Enttäuschungen oder Verletzungen verbunden. Dies ist eine Einladung, Konflikte als Herausforderungen zu sehen, die voranbringen und zu meistern sind.

Ziele und Inhalte:
  • Wissens- und Kompetenzerwerb in der Bearbeitung von Konflikten im Privatbereich und Arbeitsalltag: Konfliktanalyse, konstruktive Kommunikation, Bearbeitungsmethoden
  • Persönliche Weiterentwicklung, Qualifizierung und Zertifizierung
  • Erleben und Gestalten einer wertschätzenden Arbeits- und Lernkultur
  • Impulse durch Kennenlernen von neuen Arbeitsfeldern, Netzwerken und Personen
Modul 1: 14. - 17. September 2016
(Beginn am 14.9. bereits um 15 Uhr)
Kennenlernen der Teilnehmenden, der Trainer_innen und der Arbeitsweise
Erarbeitung der theoretischen Basis: Konfliktverständnis, Konfliktdefinition, Konflikttransformation; Prozess der Konfliktbearbeitung
Transparenz der Fortbildung: Individuelle Motivation und Bedürfnisse

Modul 2: 2. - 5. November 2016
Persönliche Zugänge zu Konflikten und Konfliktbearbeitung: Biographiearbeit
Personale Aspekte: Bedürfnisse und Ängste als Antriebsfedern in Konflikten
Einführung der Instrumente zur Konfliktanalyse
Konstruktive Kommunikation

Modul 3: 18. - 21. Januar 2017
Strukturelle Aspekte in Konflikten: Macht und Hierarchie
Kulturelle Aspekte in Konflikten: Transkulturalität, Werte und Gender
Erarbeitung einer Konfliktanalyse

Modul 4: 22. - 25. März 2017
Gewalt und Gewaltfreiheit in Konflikten
Konstruktive Kommunikation II
Handeln in Konflikten üben mit Forumtheater

Modul 5: 7. - 10. Juni 2017
Persönliche Strategien der Konfliktbearbeitung
Alltagstransfer der Fortbildungsinhalte
Individuelles Empowerment im Umgang mit Konflikten

Weitere Infos finden Sie in der  Broschüre sowie im Heft zum Kurs.

 

 

Fürbitten


 

 



 



 

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