EKM unterstützt Hilfsorganisationen in Syrien und dem Nordirak

(18.04.2016) — mtews

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) unterstützt ab sofort zwei Projekte christlicher Hilfsorganisationen in Syrien und im Nordirak mit insgesamt 215.000 Euro. 150.000 Euro gehen an ein Hilfsprojekt des Christian Aid Program Northern Iraq (CAPNI), das sich für Binnenflüchtlinge in der Region Dohuk einsetzt. Mit 65.000 Euro wird ein Projekt der National Evangelical Synod of Syria & Lebanon (NESSL) unterstützt. Sie leistet Hilfe für syrische Flüchtlinge in Syrien und dem Libanon. Die Mittel stammen aus dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der EKM.

Bei beiden Organisationen geht es um die Hilfe vor Ort. Die NESSL setzt sich in dem Projekt unter anderen für den Erhalt evangelischer Schulen in Syrien ein und unterstützt Familien finanziell beim Schulgeld, bei Materialien und Transportkosten. Die Schulen sind für Kinder aller Glaubensrichtungen geöffnet und ermöglichen Bildung in Zeiten des Krieges, die vielen Kindern und Jugendlichen seit fünf Jahren verwehrt bleibt. Zudem kümmert sich die NESSL um die Versorgung der Menschen mit grundlegenden Dingen wie Nahrungsmittel, Drogerieartikel, Heizöl in den Wintermonaten und medizinischer Versorgung in der Klinik der Evangelischen Kirchengemeinde Miniara im Libanon (Grenzgebiet zu Syrien).

CAPNI unterstützt Binnenflüchtlinge im Nordirak, die seit dem Jahr 2014 vor dem IS-Terror in die Region Dohuk geflohen sind. Viele leben in Flüchtlingscamps. Es sind vor allem religiöse Minderheiten wie Christen und Jesiden, aber auch kurdisch-sunnitische Familien und syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Bei dem von der EKM unterstützten Projekt geht es um die Bereitstellung von Nahrungs- und Heizmitteln, die medizinische Versorgung und die Teilhabe an Bildung, sozialem und religiösem Leben. CAPNI leistet hier schon seit Jahren Hilfe vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro des Lutherischen Weltbunds.

"Die EKM engagiert sich nicht nur für in Deutschland ankommende Geflüchtete aus Krisen- und Kriegsgebieten, sondern unterstützt mit unmittelbarer Nothilfe auch das Überleben in den Heimatländern und leistet einen Beitrag, die Ursachen von Flucht zu verringern", sagt Hans-Joachim Döring, Beauftragter für den Kirchlichen Entwicklungsdienst der EKM im Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum. "Nothilfe und Entwicklungspolitik rücken zusammen. Binnenflüchtlinge in Syrien und im Nordirak erhalten durch kirchliche Hilfsorganisationen Unterstützung in ganz elementaren Bereichen wie Unterkunft, Lebensmittel und medizinischer Betreuung", so Döring. "Hier in Deutschland unterstützen und in der Heimat helfen, das sind zwei Seiten einer Medaille. Das tun, was Jesus auch getan hätte und getan hat."

Begleitet werden beide Projekte von Pfarrer Christian Kurzke von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Rüdersdorf/ Kraftsdorf (Kirchenkreis Gera). Pfarrer Kurzke ist derzeit in Syrien , um sich die Arbeit der NESSL vor Ort anzusehen. Ab 18. April ist er wieder erreichbar.



 

 

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