Im Schatten der Zitadelle - Der Einfluss des europäischen Migrationsregimes auf 'Drittstaaten', 25. - 26. März 2014

Auf dieser Tagung zeigen wir exemplarisch an Erfahrungen aus dem Senegal und Moldau, wie die Europäische Union die Ein- und Auswanderungspolitik in „Drittstaaten“ zu regeln und zu steuern versucht. Welcher Logik folgt die europäische Politik der Abschottung und Kontrolle? Welche Folgen ergeben sich für die Gesellschaften der Transit- und Herkunftsländer von Migrantinnen und Migranten?

Die europäische Politik der Externalisierung, also der Auslagerung von Flucht- und Migrationskontrolle, wirkt sich fatal auf Schutzsuchende aus. Die Regierungen des europäischen Rechtsraums verweigern Migrantinnen und Migranten die Aufnahme und schicken die Unglücklichen zurück. Flüchtlinge werden kriminalisiert und in Haft genommen, der Zugang zum Arbeitsmarkt und zu notwendigen Gesundheitsleistungen wird ihnen versperrt. Die europäische Kontrolle der Flucht- und Migrationsbewegungen beginnt jedoch nicht erst an den europäischen Außengrenzen, sondern reicht weit darüber hinaus.

Grundlage der Tagung bildet die Studie "Im Schatten der Zitadelle" von Brot für die Welt, medico international und PRO ASYL, die im Dezember 2013 erschienen ist. Gemeinsam mit internationalen Fachleuten, Vertretenden von Partnerorganisationen von Brot für die Welt, medico international und PRO ASYL, dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und politischen Entscheidungsträgern laden wir zur Diskussion ein, um die dringend notwendigen politischen Antworten auf die andauernden Flüchtlingstragödien an den europäischen Außengrenzen zu entwickeln.

Ansprechpartnerin: 
Kerstin Hensch
Telefon: 
(0391) 5346-391
 
Veranstaltungsort: 
Bildungshaus St. Ursula
Trommsdorffstraße 29
99084  Erfurt

Veranstalter: 
Brot für die Welt, medico international, PRO ASYL und Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum

 

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