07.11.2025
Der erste Teil dieser Titelüberschrift ist schon einige Jahre alt und ist von Margot Käßmann, die hierfür einst scharf kritisiert wurde. Während Außenminister Wadephul im selben Stadtteil stand wie ich 2 Wochen vor ihm und er feststellen mußte, dass die Verwüstung apokalyptische Ausmaße hat und deshalb wohl eine zeitnahe Rückführung von Flüchtlingen nicht möglich sein wird, wurde er hierfür von eigenen Parteimitgliedern und rechts davon kritisiert.
Aber er hat Recht. Ganze Vorstädte, wo einst Hunderttauende lebten, sind heute Menschenleer. Die pulverisierten Ruinen sehen aus wie Dresden 1945, nur schlimmer. Vom 22.9 - 3.10.2025 besuchte ich das "neue" Syrien und den Libanon. In beiden Ländern ist die größte Herausforderung für Menschen dort nicht nur die desaströse zerstörte Infrastruktur, sondern vor allem der Aspekt eines zunehmenden Unsicherheitsgefühls. Gespräche mit Augenzeugen des Massakers gegen Alewiten in Banias/Latakia (5+6.3.25) und Gespräche mit Angehörigen der Opfer des Attentats gegen die Mar-Elias-Kirche in Damskus (im Frühjahr 2025) zeigten die große Verzweiflung. Auch gemäßigte Sunniten im Land fürchten eine zunehmende Islamisierung im Geiste des fundamentalistischen Islams unter Sharia-Recht nach dem Ende der Assad-Diktatur. Die Leute sagen: "Wir fürchten uns vor einem zweiten Afghanistan. Wir wissen nicht, was morgen kommen wird. Stets haben wir das Gefühl, wir rutschen von einer Katastrophe in die Nächste." Die Regierenden insbesondere in Syrien können nicht für die Sicherheitsstrutur ihres Landes sorgen. Milizen agieren ohne ausreichende zentrale staatliche Kontrolle und sind jederzeit unberechenbar. Sraftaten und Vergehen werden von den gegenwärtig politisch Verantwortlichen und Regierenden unzureichend oder nur schleppend oder gleich gar nicht strafrechtlich untersucht und verfolgt. Beispielhaft hierfür steht eine Nachricht vom 6.11.2025:
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