Vergessene Vertreibung „Aktion Ungeziefer“, 25. Juni / 03. Juli

70 Jahre Zwangsaussiedlungen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze Anlässlich des 70. Jahrestages der „Aktion Ungeziefer“ wollen wir an das Schicksal der Zwangsausgesiedelten erinnern. Wir möchten mit den Exkursionen Begegnungen von in Sachsen-Anhalt und vor Ort lebenden Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen und mit Historikern und Betroffenen ins Gespräch kommen.  

Auf Geheiß der DDR-Staatsführung wurden ab Ende Mai 1952 unter dem Tarnnamen „Aktion Ungeziefer“ als politisch unzuverlässig eingestufte DDR-Bürgerinnen und -Bürger entlang der innerdeutschen Grenze zwangsausgesiedelt. Betroffen waren damals mehr als 8.300 Frauen, Männer und Kinder, die von jetzt auf gleich ihre angestammte Heimat verlassen mussten.

Schon der Deckname zeigt die Menschenverachtung des SED-Regimes, mit der es gegen missliebige Bürgerinnen und Bürger vorging. Nach dem Mauerbau 1961 folgte eine weitere Aussiedlungswelle, sodass insgesamt rund 12.000 Menschen von den Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Heute ist das Unrecht von damals weitgehend vergessen – in den betroffenen Familien und Orten entlang des früheren Eisernen Vorhangs wirkt es jedoch nach.

Interessierte aus ganz Sachsen-Anhalt sowie aus den ehemaligen Grenzregionen sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Es wird um eine schriftliche Anmeldung gebeten: netzwerk@sachsen-anhalt.de

oder Online: https://www.eeblsa.de/veranstaltungen/aktion-ungeziefer/

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